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Gemeinschaft statt Geschenke

Ich hab von Dezember 2016 bis Februar 2018 bei Familie Janietz in Bo/Sierra Leone gelebt und gearbeitet und die Kinder Lotte und Pepe als Lernhelferin der Deutschen Fernschule unterrichtet.                                                                                                                                                          Meine Organisation hat mich gefragt, wie ich Weihnachten in Sierra Leone erlebt habe, was überraschend war und was mir wichtig geworden ist. Dieser Text wurde mit der Weihnachtspost verschickt.                    ...

DikDik #annaerklärtafrika

Das ist ein sogenanntes DikDik oder auch eine afrikanische Zwergantilope. Sie werden etwa so groß wie ein Hase. Sie leben in Wüstenlandschaften und grünen Steppen und sind von Somalia bis Tansania zu finden. Wenn man sie denn findet. Sie sind nämlich sehr scheu und wenn sie Gefahr wittern laufen sie schnell davon. Dabei geben sie einen pfeifenden Laut von sich, der sich anhört wie ihr Name.

Bananenarmut oder Bananenüberfluss?

Wie einige von euch wissen, haben wir am unteren Ende unseres Grundstücks eine ganze Reihe von Bananenbäumen. Am Anfang habe ich mich sehr darüber gefreut und das tue ich immer noch, allerdings ist es nicht ganz so einfach wie ich am Anfang dachte. Ich habe leider nicht immer Bananen von unseren Grundstück. Bis die Stauden reif werden, müssen wir halt warten, wie auf jede andere Frucht auch und wenn wir dennoch dazwischen Bananen wollen, müssen wir sie in der Stadt kaufen, denn irgendwo ist immer eine Staude reif. Wenn dann aber eine von unseren reif wird, werden die anderen Stauden meist auch sehr schnell reif. Nach ein paar Tagen im Store, wo sie nachreifen, kommen sie dann in unsere Küche. Nur leider haben wir dann meistens so viele, dass wir die gar nicht alle essen können und so machen wir dann alles mögliche mit Bananen: Bananenmilch, Bananenbrot, Bananen-Schoko-Kuchen, Bananeneis usw. und wir essen sie auch ganz viel einfach so. Wir sind also immer zwischen Bananenarmut und Bana...

Die Sache mit dem Internet

Wir haben in unserem Haus mobiles Internet. Man nennt es Mifi. Jeden Monat geht unser Mitarbeiter zu Sierratel und bezahlt unser Internet für den nächsten Monat. Das ist nicht billig und trotzdem noch schlechter als der schlechteste DSL-Anschluss den man in Deutschland kriegen kann. Wenn unser Internet normal läuft, muss ich meist zwei Minuten warten bis Googlemail geladen hat und ich meine Emails abrufen kann. Manchmal gibt es aber auch Momente, da ist es so schlecht, dass ich nicht mal die Seite aufrufen kann. Naja als wir nun vor zwei Wochen unser Internet für den nächsten Monat bezahlen wollten, hieß es: "The System is down". Wir dachten: "Na gut, dann halt morgen". 14 Tage später hatten wir immer noch kein Internet. Es stellte sich nämlich heraus, dass das "System" insofern "down" war, das sie nicht auf ihre Kundendateien zu greifen konnten und somit nicht das Internet für den nächsten Monat buchen konnten. Das hieß für uns also auf mobil...

Es ist zum heulen!

Eigentlich habe ich in meinen Blogentwürfen schon angefangen ein bisschen etwas über das Schulsystem zu schreiben. Allerdings dauern meine längeren Einträge auch länger und ich sammel länger Informationen. Aus gegebenen Anlass möchte ich deshalb jetzt schon mal ein paar Worte über die Universitäten hier verlieren. Unser ehemaliger Mitarbeiter Kemoh geht nun zur Uni. Das Jahr hätte eigentlich im Oktober anfangen sollen, so dass ich ihn nicht mehr als Caretaker kennengelernt hätte. Allerdings habe ich ihn noch als Caretaker erlebt, da das Jahr einfach nicht begonnen wurde, bzw. nicht zum geplanten Zeitpunkt starten konnte, weil die Examina noch nicht durch waren und die Lehrer auch nicht vom Staat bezahlt wurden. Es ging noch eine Weile hin und her, bis das Jahr dann endlich im APRIL(!!!), also ein halbes Jahr später, gestartet hat. Nun sieht die jetzige Situation so aus, dass die jährlichen Examina trotzdem im Juli, also nächsten Monat starten. Das heißt: Sie fangen ein halbes Jahr s...

EIN HALBES JAHR SL - Ein Audioblog (2)

Jetzt bin ich wirklich schon ein halbes Jahr hier in Sierra Leone. In diesem Audioblog lasse ich das letzte halbe Jahr mal Revue passieren. Audioblog 2: Halbes Jahr Sierra Leone Dezember 2016: Ankommen in SL Januarhighlight: Freetown  Januarhighlight (2): Tiwai Island Februarhighlight: Ich werde Schweinemama Märzhighlight: Makeni Märzhighlight (2): Einfach diese Kinder Aprilhighlight: Ostern mit Ostereiern Aprilhighlight (2): Erstes Schulquartal beendet Maihighlight: Rainyseason hat begonnen Und hier noch meine Zitathighlights von Lotte und Pepe aus dem letzten halben Jahr Pepe: "Coole Sportschuhe hast du, Anna." Ich: "Danke!" Pepe:"Sind die für richtig geile Jungs?!" Ich:"Bin ich denn einer?" Pepe:"Eher ein richtig geiles Mädchen!" "Ein Dreieck kann ich doch schon alleine malen. Was denken die denn?!" - Pepe im Vorschultest Lotte:" Du hast zwar eine Männ...

Ein Besuch bei Millis Workshop - Ein Bericht

Am Samstag, dem 27. Mai. 2017 besuchte ich den Workshop von Milli. Es war durchaus auch interessant für mich und deshalb wollte ich die Eindrücke gerne mit euch teilen.  Samstag morgen um 9. Milli und ich sitzen in einem leeren Raum auf dem Grundstück des Mercy Hospitals. Diese Räume sollen mal eine Krankenpflegerschule werden, doch zur Zeit fehlt noch der Partner, also stehen sie einfach nur leer und werden älter. Die Wände sind kahl und in einer Ecke des Raumes steht ein Flipchart. Wir beide sitzen in einem Stuhlkreis. Alleine. Milli erklärt mir, dass normaler Weise um 9 Uhr die Hälfte der Lehrer schon da sei und sie dann zwischen 9.15 Uhr und 9.30 Uhr anfangen können, doch leider hat sie heute eine wichtige Sache vergessen: Es ist Cleaning Day in Bo. Dieser ist immer am letzten Samstag im Monat und die Menschen müssen an diesem Tag bis 10 Uhr zu Hause bleiben und ihr Haus und den Teil davor sauber machen. Wer auf der Straße von der Polizei erwischt wird, muss diese sauber ma...

Funny looking Angel - Eine Feiertagsgeschichte

Heiligabend Am 24. Dezember wachte Anna schweißgebadet in ihrem Bett auf. Das war nichts ungewöhnliches, das war meistens so. Sie stand auf, wankte in die Küche und wünschte allen einen guten Morgen. "Allen": Das waren Jan-Ulric, ihr Gastvater, Melanie, ihre Gastmutter, Lotte und Pepe, ihre Gastkinder, und Arthur und Susi, Jan-Ulrics Bruder und seine Freundin. Wie sie nun im Esszimmer stand und sah, dass noch Teewasser übrig war, viel ihr auf, dass sie noch den Tee für diesen Tag aus ihrem Teeadventskalender holen musste. War heute wirklich schon der 24.?, fragte sie sich, als sie den Teebeutel aus seiner Verpackung holte. Das kam ihr gar nicht so vor. Ehrlich gesagt, kamen ihr die ganzen letzten zwei Wochen nicht wirklich wie Weihnachten vor. Dazu war es auch viel zu warm! Jeden Tag um die 30 Grad, wer sollte dabei denn Weihnachtsgefühle bekommen?! Vielleicht würde ja das Plätzchen backen etwas ändern. Anna hatte gestern nämlich schon einen Plätzchenteig vorbereitet, den...